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Wir trauern

Als ganze Gemeinde sind wir tief betroffen über das Leid, welches über Familien aus unserer Mitte eingebrochen ist. Uns fehlen die Worte, um der Trauer, dem Schmerz, der Betroffenheit und dem Mitgefühl Ausdruck zu verleihen. Wir sprechen allen Betroffen unser tief empfundenes Beileid aus.


Wir nahmen gemeinsam Abschied

Am eindrücklichen Abschiedsgottesdienst vom 30. Januar haben wir Abschied genommen von den sechs jungen, hoffnungsvollen Männern aus Adelboden und Aarau. 2400 Personen in der Sporthalle in Frutigen und via Livestream im Saal der Pfingstgemeinde nahmen teil. Ein grosser Chor eröffnete den Gottesdienst mit einem hoffnungsvollen Lied.

Regierungsrat Pierre Alain Schnegg sprach Worte des Trostes. Er stellte aber auch allen Anwesenden die persönliche Frage, was wir aus unserem Leben machen: «Wenn so junge Menschen aus unserer Mitte gerissen werden, dann führt uns das unsere eigene Endlichkeit und Zerbrechlichkeit vor Augen. Nur das Wesentliche ist jetzt von Bedeutung. Vertrauen wir auf Gott. Er gab seinen einzigen Sohn hin, um uns die Tür zum ewigen Leben zu öffnen. Mögen wir durch unseren Glauben Trost und Frieden finden. Unterstützen wir unsere Freunde durch Nähe und Gebete, soweit es möglich ist.»

Danach lasen Angehörige und Freunde der Verstorbenen die Lebensläufe nacheinander vor. Sie malten ein Bild von aktiven, lebensfrohen Männern die voll im Leben standen und ihren Lebenssinn im Glauben an Jesus Christus gefunden hatten. «Die Rückreise von den Ferien sollte in ihrem wirklichen Zuhause enden, bei Gott». Für jeden der Männer wurde ein Stern an eine Wand gesteckt, wo sie einen Kreis bildeten.

Jürg Hostettler nahm das Bild auf. «Jeder dieser Sterne wäre total wichtig». Nun fehlen sie ihren Familien und Freunden. Sie waren Fixsterne, an denen man sich orientieren konnte. Mit ihrer aktiven Lebensweise und ihrer Abenteuerlust setzten sie einen Kontrapunkt zu dem, was man in der Gesellschaft häufig unter Christentum versteht. Diese Männer hatten Spass, bestaunten die Natur des Schöpfers. Aber nicht nur das! Was sie besonders verband war ihr Glaube an Jesus Christus. Um dies zu veranschaulichen, verband Jürg die Sterne mit einer Schnur zu einem grossen sechseckigen Stern und heftete gleichzeitig ein Kreuz in dessen Zentrum. «Die Jungs haben im hohen Norden Jüngerschaft gelebt.» Jürg machte keine übernatürliche Helden aus ihnen. «Sie waren zuweilen auch labil und ungeduldig. Es waren normale und verletzliche Menschen». Deshalb baute er den Stern um und legte die Schnur so, dass alle Sterne weiter miteinander verbunden blieben, jedoch nun über eine direkte Verbindung zum Kreuz in der Mitte. «Häb di ganz fescht a Jesus» würden uns die Jungs raten.

Der Gottesdienst wurde von René Meier gefühlvoll moderiert und von einer jungen Adelbodner Band mit weiteren Liedern umrahmt. Im Anschluss wurde ein feines Apéro serviert. Den Angehörigen war es wichtig, dass dies als eine Zeit der Begegnung und der gegenseitigen Ermutigung genutzt werden konnte. Es wurde rege Gebrauch gemacht. Wertvolle Gespräche und persönliche Kontakte mit den betroffenen Familien fanden statt. Ein engagiertes Support-Team stand auch für Fragen und für Gebete zur Verfügung.

Einen Tag nach dem grossen Abschiedsgottesdienst in der Widi-Halle, fand auch in Aarau eine Gedenkfeier statt im Blick auf einen der verunfallten Männer, der aus dieser Gegend stammte. Auch dieser Anlass konnte in einem würdigen Rahmen durchgeführt werden, bei dem Trost vermittelt wurde und die Gewissheit auf ein Wiedersehn zum Ausdruck kam.


Video- und Tonaufnahmen

Wir haben viele Anfragen bezüglich einer Aufnahme des Abschiedsgottesdienstes erhalten. Aufgrund des Persönlichkeitsschutzes und der Pietät haben die Angehörigen mit dem Nordlicht-Team entschieden, nicht die kompletten Ton- und Bildaufnahmen des Abschiedsgottesdienstes öffentlich zur Verfügung zu stellen. Dies auch, um die Feierlichkeit des denkwürdigen Moments zu schützen. Die Ansprache des Regierungsvertreters und die Predigt werden über diese Website zugänglich gemacht, sobald die Daten aufbereitet sind.

Den Angehörigen und dem Nordlicht-Team wird eine geschützte Aufnahme des ganzen Anlasses zur Verfügung gestellt. Nahestehende, die aus wichtigen Gründen nicht am Gottesdienst teilnehmen konnten, dürfen sich direkt bei den Angehörigen melden. MithelferInnen, die aufgrund ihres Nordlicht-Engagements den Gottesdienst verpasst haben, dürfen sich direkt beim Nordlicht-Team  nordlicht@gfc.ch melden.


Intro und Ansprache Regierungsrat


Predigt und Lied

Impressionen


Wir danken

Wir sind überwältigt von Gottes Hilfe und eurer Unterstützung und Anteilnahme in den letzten Tagen und Wochen. Wir danken für jedes Gebet, jede Hilfestellung und jedes Zeichen der Anteilnahme.

Die Verarbeitung der Ereignisse ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Betroffenen und viele andere unter uns, die Schweres erlebt haben brauchen weiter unsere Gebete und Zeichen der Nächstenliebe.


Wir begleiten weiter

Vielleicht bist du innerlich aufgewühlt oder du hast selber einen tragischen Verlust erlebt. Dir stehen hier verschiedene Möglichkeiten offen mit Fragen oder Anliegen umzugehen.

Wünschst du ein Gespräch oder ein Gebet, dann melde dich per Mail an  nordlicht@gfc.ch Gerne nehmen wir mit dir Kontakt auf.

Die Angehörigen werden in dieser schweren Zeit von Gott getragen. Er gibt ihnen Hoffnung in diesen tiefgreifenden Erlebnissen. Möchtest du mehr über diese Hoffnung erfahren? Auf der  Webseite von «THE FOUR» findest du ansprechende Lebensgeschichten.

Suchst du einen persönlichen Kontakt oder möchtest du einen Gottesdienst besuchen. Hier findest du unsere  Standorte und Gottesdienstzeiten oder auch direkte Kontakte zu Personen die dir gerne weiterhelfen.


Was ist geschehen?

Ein Unfall in Schweden, hat in der Nacht auf den 12. Januar 2019, sechs junge Männer aus ihren Familien und auch aus unserer Mitte gerissen.


Kontakt zu den Trauerfamilien

Kondolieren

Wer gerne persönlich kondolieren möchte, kann dies bei der Einwohnergemeinde Adelboden oder per E-Mail  trauer@gfc.ch tun.

Traueradresse

Gemeinde Adelboden
 Zelgstrasse 3, CH-3715 Adelboden

Gaben, Spenden

Im Zusammenhang mit den Todesfällen hat die Einwohnergemeinde Adelboden im Auftrag der Angehörigen folgendes Spendekonto eingerichtet:

Einwohnergemeinde Adelboden
Konto-Nr: 30-8660-1
IBAN: CH32 8082 0000 0032 0080 1
Vermerk: Nordlicht

Die eingehenden Spenden werden zur Deckung der Kosten verwendet. Ein allfälliger Überschuss wird im Ermessen der Angehörigen an Organisationen/Projekte gespendet, welche den Verstorbenen auf dem Herzen lagen.