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Gemeinde | Oktober 2021


Geistliche Aufbrüche – Folge 3

Schon ca. hundert Jahre nach der Reformation erstarrt sie in Streitigkeiten um Bekenntnisfragen. Der als Konfessionskonflikt begonnene dreissigjährige Krieg (1618-1648) hinterlässt zusätzlich starke Zweifel an der formalen Frömmigkeit. Aus dieser Krise erwächst die starke Erneuerungsbewegung des Pietismus.



Pietismus – Einheit von Glauben und Leben
Verschiedene Männer kämpfen dagegen, dass Glauben und Leben auseinanderdriften, und betonten die Wichtigkeit einer persönlichen, lebendigen Gottesbeziehung im Gegensatz zu einem rein kirchlichen Bekenntnis. Das alltägliche Leben soll nach Gottes Willen und in der Verbindung zu ihm gestaltet werden. Diese Haltung führte unter anderem zu dem gewaltigen Glaubenswerk von Hermann Francke, in dem unzählige Waisen und arme Kinder Obdach und Schulung erhielten. Ein weiteres Beispiel sind die Siedlungen für Glaubensflüchtlinge von Graf von Zinzendorf.

Pietismus – eine Bibelbewegung
Lebensrichtschnur für die Pietisten war allein die Heilige Schrift. Sie wurde persönlich und in Gemeinschaft studiert, um daraus Impulse für das persönliche Glaubenswachstum zu gewinnen.

Pietismus – eine Missionsbewegung
1704 meldet sich Bartholomäus Ziegenbalg für einen herausfordernden Pionierdienst in Indien. Von Einheimischen bedroht und durch Kolonialherren und Händler behindert, zog er umher, um Christus zu verkündigen. Weitere Missionare wurden unter einfachsten Verhältnissen zu den Sklaven der Antillen (Karibik) und zu den Ureinwohnern Grönlands ausgesandt.

Pietismus – damals und heute
Die Erneuerungsbewegung hatte grosse Auswirkungen auf die christliche Welt. Von ihr wollen wir lernen, unser alltägliches Leben von einem authentischen, lebendigen Glauben prägen zu lassen, um so den Nöten unserer Umgebung zu begegnen.