Loading...

Gemeinde | Oktober 2020


Ideen für Weihnachtsaktionen

In etwa drei Monaten ist Weihnachten. Die einen können es kaum erwarten, den anderen geht es viel zu schnell und sie wünschen sich einen möglichst sonnigen und warmen Herbst. Weihnachten ist trotz der Hektik die manchmal herrscht, für viele eine Zeit des Geniessens, der Gemütlichkeit und auch des Nachdenkens. Es gibt viele Möglichkeiten, Gottes Liebe unseren Mitmenschen weiterzugeben. Vielleicht lässt du dich ja von einer dieser Aktionen der Nächstenliebe inspirieren?



Idee 1: Geschichtenwagen
Jedes Jahr findet bei uns im Dorf Oberdiessbach ein Weihnachtsmärit statt. Seit vielen Jahren erzählen wir dort den Kindern Geschichten.

Der erste Schritt des Seelsorgers oder der Seelsorgerin beinhaltet genaues Hinschauen und Zuhören, ohne eigene Erfahrungen auf den Ratsuchenden zu übertragen oder ihn in «eine Schublade zu stecken». Die Last des anderen zu tragen ist ein Auftrag an alle in der Gemeinde. Trotzdem ist es gut, wenn sich einige Personen in der Gemeinde intensiver mit dem Thema Seelsorge beschäftigen und diese Gabe auch gefördert wird.

Zum genauen Hinschauen gehört dann ebenfalls, sich auf dem jeweiligen Problemgebiet sachkundig zu machen – eigene reflektierte Erfahrungen können dabei sehr hilfreich sein. Kommt beispielsweise eine Mutter zu einem beratenden Gespräch, weil diese mit ihrem Kind nicht mehr zurechtkommt, so ist es für den Seelsorger oder die Seelsorgerin angebracht, sich auf dem Gebiet der Erziehung auszukennen oder sich weiterzubilden und zu informieren. Es ist dabei ziemlich logisch, dass für diese Aufgabe eine Person mit 25 Jahren, ohne eigene Kinder, als Seelsorger(in) weniger gut geeignet ist als eine Frau, die mehrere Kinder erzogen hat. Fühlt man sich bei einem Thema überfordert, ist es gut dazu zu stehen und jemanden mit Erfahrung mit einzubeziehen – dies muss aber mit dem Ratsuchenden abgesprochen werden – oder auch vorzuschlagen, eine in diesem Thema erfahrene Person als Gesprächspartner zu wählen.

Marlene Hostettler

Idee 2: Wunderbar
«Willkommen an der Wunderbar! Darf ich Ihnen unsere Angebotskarte vorstellen?» So oder ähnlich begrüssen wir unsere Besucher am Weihnachtsmärit von Konolfingen.

Die meisten Besucher überfliegen kurz die offerierten Angebote und wählen erstmals einen Punsch. Einige beginnen sich über unsere nicht ganz alltäglichen Angebote zu unterhalten, andere schütteln den Kopf oder legen die Karte stillschweigend wieder weg. «Haben Sie schon mal ein Wunder erlebt?» – «Was halten Sie von unseren weiteren wunderbaren Angeboten?» Aus diesen und weiteren Fragen sind schon viele «wunderbare» Gespräche über Gott entstanden und wir durften ein paar Wunder miterleben. Nicht wenige Menschen nahmen dankbar Gebet in Anspruch. Wir waren so positiv überrascht von diesen Erlebnissen, dass wir uns entschieden, diese «Wunderbar» nicht nur am Weihnachtsmärit, sondern durchs ganze Jahr anzubieten. So entstand unsere mobile «Erfahrbar». Diese Aktionen sollen davon zeugen, dass Gott heute noch erfahrbar ist und wunderbare Dinge tut – in deinem und in meinem Leben. 

Gerne kann die «Erfahrbar» auch geliehen werden. 

Michael Steiner

Idee 3: Weihnachtsweg
Im vergangenen Jahr organisierten wir von der GfC Malleray eine Weihnachtsfeier in den Strassen – in Form eines Weihnachtsweges für die Bevölkerung unseres Dorfes.

Entlang der Route, die etwa eine Stunde dauerte, waren verschiedene Posten verteilt. Zum Start begrüssten wir die Besucher vor dem Gemeindehaus und übergaben ihnen die Karte mit der Route. Nach ein paar Schritten war es die Blaskapelle, die unsere Gäste mit Musik begrüsste. Der zweite Posten war ein Krippenspiel mit echten Menschen, zur Freude von Jung und Alt. Vor der Schule schaffte eine Gesangsgruppe mit ihren schönen Melodien eine weihnächtliche Stimmung. Unter einem kleinen Vordach wurde die in der Bibel beschriebene Weihnachtsgeschichte mit klarer Stimme und Leidenschaft gelesen. Die Kleinen mit ihren Eltern konnten vor der Schule auch Spiele spielen. Vor dem Männerchor wurden Zitate, Verse und Kalender in verschiedenen Sprachen kostenlos zur Verfügung gestellt. Es gab auch eine Möglichkeit zum Basteln, bevor der Rundgang auf dem Kirchplatz mit einem aromatischen heissen Tee und einem kleinen Imbiss beendet wurde.

Trotz des unbeständigen Wetters waren wir erfreut zu sehen, wie viele Menschen aus dem Dorf und viele Freunde kamen, um diesen Weihnachtsweg zu gehen. Es war eine grossartige Gelegenheit, als ganze Gemeinde durch die Strassen des Dorfes zu gehen, um die Freude über das Kommen von Jesus auf diese Erde zu teilen.

Nathalie Schranz

Idee 4: Guetzli
Wie baut man Beziehungen auf, wenn man neu in ein Dorf zieht? Wie macht man sich als Person bekannt und nicht nur als die neuen Bewohner eines GfC-Gemeindehauses?

Diese Gedanken beschäftigten mich schon lange, als wir uns nach zehn Jahren Afrika in Corgémont niederliessen. Ich traf viele Eltern, als ich unsere Kinder zur Schule begleitete, aber ich wusste nicht, wie ich mit ihnen in Kontakt treten sollte. Als Weihnachten vor der Tür stand, erfuhr ich, dass jemand ein gemeinsames Guetzli-Backen organisiert hatte. Die Idee gefiel mir sehr gut, und zusammen mit einer Freundin haben wir sie auch bei uns verwirklicht. Wir haben schöne Flyer erstellt. Diese verteilten wir und durften sie auch in den Geschäften im Dorf auslegen. Dann bereiteten wir einige Tische mit den notwendigen Utensilien vor (Ausstecher, Pinsel, Eier …), liessen schöne Musik laufen und servierten einen guten Drink. 

Vom ersten Abend an lernte ich neue Leute kennen. Manche Guetzli waren schnell fertig, andere benötigten noch einen Zuckerguss und Feinschliff. Dabei halfen wir uns gegenseitig und konnten uns unterhalten. Natürlich haben wir die Guetzli frisch degustiert und Rezepte ausgetauscht. Ich habe diese Abende wirklich genossen. Nicht immer konnte ich viel austauschen mit den Leuten, weil die Backöfen an verschiedenen Orten standen. Aber die Kontakte sind da, ich kenne meine Nachbarin jetzt mit Vornamen und nun ist sie diejenige, die Werbung macht. Am Ende füllten alle ihre Dosen mit vielen Arten von Guetzli. Ich habe das Gefühl, dass es mir leichter fallen wird, diese Leute zu einem anderen Anlass einzuladen, jetzt, da sie das Haus und seine Bewohner kennen. 

Ein paar Tipps für einen netten Abend

  • Maximal 6 Personen pro Backofen
  • Zu zweit organisieren. Eine Person verwaltet den Küchenwecker und die Öfen, die andere kann sehr einfache Guetzli vorbereiten und sich den Gästen widmen. 
  • Eine persönliche Einladung funktioniert viel besser als ein Flyer, den man irgendwo auflegt.

Patricia Moser