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Gemeinde | November 2020


Das Zelt mit Inhalt

Der letzte Zeltnagel ist gezogen. Ich stehe vor der grünen Wiese. Ist es möglich? Erst noch stand hier ein einladendes kleines Zeltdorf. Zirkusähnlich und doch so anders! Wir hatten gefiebert, beraten, gezweifelt … und dann doch mutige Schritte gewagt. Sichtbar bleiben von den Zelttagen «CONTENT – entdecke mehr» in Worb nur noch die vier Videos der Talkgäste und hoffentlich findet ein gut besuchter Kurs statt, der die Grundlagen des Glaubens vertieft.




CONTENT, ein Wortspiel der englischen Begriffe Inhalt und Zelt, war eine Saat. An zwei Sonntagen und vier Abenden gingen wir zusammen mit Talkgästen auf Entdeckungsreise: «entdecke Mut, Frieden, Halt, Heimat, Hoffnung, Gott», das waren die Themen. Die Kinder genossen ein Programm mit Bruno, unserem Bären. Unter der Woche luden wir zum Mittagessen vom Grill ein: «Fr. 10.– all-inclusive». Das fand grossen Anklang.

Ein Teil der Saat aber fiel auf die gute Erde
Im Gleichnis vom Sämann verspricht uns Jesus, dass ein Teil der Saat auf gute Erde fällt und hundert-, sechzig- oder dreissigfache Frucht bringt. Normalerweise schiesst Saat nicht gleich am nächsten Morgen meterhoch in den Himmel! Aber gut begossen, überziehen einige Tage danach hellgrüne Keime den braunen Acker. Wir durften schon am Event erleben, wie Gott Menschen veränderte und Heilung schenkte. «Herr, mir troue dir Grosses zue», bleibt eines der Leitlieder der Veranstaltungsreihe. Aber wie kam es eigentlich dazu?

Fünf Brote und zwei Fische
Im Mai 2019 bewegte die Worber Gemeindeleitung den evangelistischen Auftrag für das Jahr 2020. Wir vertagten, taten uns schwer. Einerseits sahen wir unseren klaren Auftrag, der Worber Bevölkerung Jesus bekannt zu machen, andererseits drängten sich immer wieder Bedenken wegen den knappen Ressourcen unserer kleinen Gemeinde in den Vordergrund. Bis mein Mitältester und ich einen Abendspaziergang mit Picknick unternahmen. Unterwegs, schnaufend auf direktem Weg zum Napf, wälzten wir wieder diese Evangelisationsfrage. Plötzlich stellte Gott unseren Ressourcenbedenken die Geschichte von der Speisung der 5000 gegenüber. Genau, ein Kind war bereit, seine fünf Brötchen und zwei Fische nicht heimlich hinter dem nächsten Busch für sich zu verdrücken, sondern der grossen Menschenmenge zur Verfügung zu stellen. Restlos. Selbstlos. Lächerlich und bewundernswert zugleich! 

Kurze Zeit später wurde CONTENT Worb einstimmig beschlossen. Gleich zu Beginn der Planungen gründeten wir eine Gebetsgruppe. Dass uns gleich unser Wunschstandort an bester Lage inkl. WC-Anlagen, Strom, Wasser und asphaltierter Parkfläche zugesagt wurde, gab uns Mut. Wir teilten uns in Infrastruktur, Catering, Programm, Ministry und Werbung auf. In allen Bereichen wurden uns von überall her enorm viele Ressourcen zugetragen. Herzlichen Dank!

Gegen Ende der Planung, wir waren schon etwas müde, gesellte sich mit der BewegungPlus Worb eine zweite Freikirche aktiv zu uns. Von da an schätzten und genossen wir die enge Zusammenarbeit auf der Zielgeraden.

Hören und Handeln
Am Donnerstag, zum Beispiel, waren Hanni und Jakob Hari unsere Talkgäste. Jürg Ho­stettler wählte für die Predigt das Gleichnis der Häuser auf Felsen und Sand. Der Orkan, der mit dem Verlust der beiden Söhne über Haris fegte, legte schonungslos ihr Lebens-Fundament blank. Ohne Gott ist eine solche Tragödie nicht zu verkraften, das wurde im Zelt allen klar. Klar war auch der Aufruf zum Glauben. Wer das Angebot vom Gottessohn hört, ist zum Handeln aufgefordert.

Und jetzt?
Gottes Stimme hören und dann handeln. Das gilt auch für die GfC im ganzen Land. Wir von Worb sind überaus dankbar, dass wir gewagt haben, unseren Auftrag trotz Corona wahrzunehmen. Und wir empfehlen Gleiches weiter. Wer Interesse am Konzept von CONTENT hat, dem stehen wir sehr gerne zur Verfügung. Bitte nicht zögern, dann ist es für das Jahr 2021 noch machbar!