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Mission | November 2020


Bericht von einem Einsatz in PNG

Es war unser Traum, ein halbes Jahr unterwegs zu sein, die Welt zu entdecken, neue Kulturen kennen zu lernen und uns irgendwo zu engagieren. Wir wollten die Missionsarbeit unserer Gemeinde hautnah erleben. Doch es kam ein wenig anders.


Kochen mit der Familie


Der Plan
Unser Plan war es, im Januar vier Wochen in Thailand, danach drei Monate in PNG und anschliessend weitere drei Monate unterwegs zu sein. Leider klappte es mit unserem PNG-Visum nicht wunschgemäss. Wir entschieden uns dann, mit einem Touristenvisum für zwei Monate einzureisen. So starteten wir im Januar unsere Reise in Thailand. Währenddessen machte Corona Schlagzeilen und für die Einreise nach PNG wurde ein ärztliches Schreiben gefordert. Da niemand wusste, wie dieses auszusehen hatte, flogen wir mit einem mulmigen Gefühl nach PNG. Doch die Einreise verlief problemlos.

Der Einsatz
In Kugark wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Die Hilfsbereitschaft und Liebe der anderen Missionar/-innen hat uns schon in der ersten Woche beeindruckt. Schon bald durften wir uns auch einbringen. David war vor allem im Unterhalt der Station tätig. So reparierte er Dächer, Wasserleitungen, Kabeltelefone, reinigte Wassertanks etc. Meine Aufgaben lagen eher im Haushalt, Mithilfe beim Einkaufen auf dem Markt, Zeichnen von Charts für Frauenbibelkurse und Arbeit mit einer Haushaltshilfe. Diese Arbeit hat mir sehr viel Spass bereitet. Weitere tolle Erfahrungen waren für uns die Begegnungen mit Einheimischen an Gottesdiensten oder Kursen. Wir konnten von ihnen viel lernen, z. B. wie sie kochen und wie geschickt sie Ananas schneiden. Ein weiteres Highlight war für uns die Missionsfreizeit, wo wir die Mitarbeitenden der Mission kennen lernen durften.

Der Abschied
Während dieser Zeit hatte sich die Corona­situation in der Schweiz und der Welt zugespitzt. Grenzen wurden geschlossen und auch der Flugbetrieb wurde stark zurückgefahren. So sahen wir uns gezwungen einen Rückflug in die Schweiz zu buchen. Schweren Herzens verliessen wir PNG. Direkt nach unserem Abflug wurde der Flughafen für mehrere Monate geschlossen. Aus diesen Erfahrungen lernen wir, dass wir uns manchmal gute Pläne machen, es aber Gott ist, der uns lenkt. Wir verstehen noch nicht, warum wir unsere Reise abbrechen mussten, doch wir merken, dass wir Gott vertrauen dürfen.

Melanie mit Kindern