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Gemeinde | Mai 2021


Neid und Eifersucht

Dies ist die vierte Folge über Sünden, die wir manchmal ignorieren und die uns «tolerierbar» erscheinen. Im Fokus steht dieses Mal Neid und Eifersucht. Sünden, die kaum direkt «sichtbar» sind und trotzdem den Frieden aus unserem Herzen vertreiben.



Tolerierte Sünden – Folge 4
Sünde ist nicht akzeptierbar, Punkt. Und doch, wenn wir ehrlich sind, müssen wir eingestehen, dass wir nicht alle Sünden gleichermassen verabscheuen. Wir empören uns über Abtreibung, aber zucken die Schulter bei Ungeduld, Undankbarkeit oder Stolz. Warum eigentlich? Der Wille Gottes zur Heiligung betrifft nämlich auch diese Sünden. Wir wollen uns in einer Serie mit diesem Phänomen beschäftigen und biblische Antworten suchen.

Diese Serie lehnt sich an das Buch von Jerry Bridges (2017): Respectable Sins.

Was die Bibel über Neid und Eifersucht sagt
Viele biblische Geschichten decken die Not auf, die Neid und Eifersucht anrichtet. Besonders tragisch sichtbar wird das im Verhältnis zwischen Saul und David. Der Neid von Saul auf David führt zu einer Feindschaft auf Leben und Tod. Nicht ohne Grund heisst es in den 10 Geboten zweimal: «Du sollst nicht begehren.» Und mehrmals listet das Neue Testament den Neid in seinen Sündenkatalogen auf.

Was Neid und Eifersucht anrichten
Neid und Eifersucht macht sich schnell bemerkbar, wenn wir feststellen, dass jemand einen Vorteil geniesst, den wir selbst nicht haben. Häufig schleicht sich der Neid gerade da ein, wo uns etwas sehr wichtig ist: in der Liebe, im Beruf etc. Die Möglichkeiten, Neid und Eifersucht zu entwickeln, sind endlos und ihre Früchte sind faul: Wir selbst werden bitter und unsere Beziehungen nehmen Schaden.

Wie wir mit Neid und Eifersucht umgehen sollen
Ein wichtiger Schritt ist, dass wir anerkennen, dass es immer andere Menschen geben wird, die talentierter und erfolgreicher sind als wir selbst. Statt uns mit anderen zu vergleichen, müssen wir bewusst eine Dankbarkeit für die Talente und den Segen entwickeln, die Gott uns geschenkt hat. Im Blick auf die Gemeinde sollen wir lernen, dass der Lauf auf dem schmalen Pfad kein Eins-gegen-Eins-Rennen ist, sondern wir alle im gleichen Team sind und wir uns darum über die Erfolge und Talente unserer Geschwister freuen können.