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Mission | März 2019


Gebet – die Verbindung mit Gott

Die Menschen im Sepik-Gebiet in Papua-Neuguinea werden immer wieder mit verschiedenen Irrlehren konfrontiert. Sie sind sehr geprägt von ihrem animistischen Weltbild und gebunden in den Praktiken des Geisterglaubens. Auch Menschen, die sich Christen nennen, lassen sich z.B. von Naturphänomenen beeinflussen. Wenn sich beispielsweise die Blätter am Busch bewegen, sehen sie dies als Antwort von Gott auf ihre Gebete.


Unterwegs im Sepik bei tropischen Temperaturen.


Erwartungen und Vorstellungen
Vor Jahrzehnten wurden zum Teil Missionare in das Sepik-Gebiet gerufen mit dem Hintergedanken und der Hoffnung, dass der Missionar ihnen dann viele Güter und Geld bringen würde. Dieses Cargo-Kult-Denken äusserte sich kürzlich in einer anderen Form. Alle Gegenstände, die vom «weissen Mann» kommen, wurden entfernt, da diese ein Fluch seien und deshalb die so sehr e sehnten Güter nicht ankämen. Doch dieser Versuch endete wieder in einer grossen Enttäuschung, da auch auf diesem Weg das erhoffte Geld nicht kam. Nun wollte man zumindest die entfernten Gegenstände wieder aus dem Versteck zurückholen, welche aber in der Zwischenzeit verschwunden waren. Auf solche Art versucht man, den materiellen Segen Gottes zu erlangen, und vermischt das Göttliche mit animistischem Denken.

Pastor Jafet (Mitte) in Wamangu. // Willkommen zur Eria-Konferenz in Wamangu.

Tragende Säulen
Auch Wamangu war eine Missionsstation, bei der die Bevölkerung mehr die Schule und materielle Vorteile begehrte, so dass sich die Mission überlegte, ob es noch Sinn mache, diese Station aufrechtzuerhalten. Gott hat Wamangu aber nie aufgegeben und hat durch verschiedene Werkzeuge eine beachtliche Gemeinde geschenkt. Heute versieht Pastor Jafet einen wertvollen Dienst. Er erzählt:
«Die Gemeinde in Wamangu ist eine blühende Gemeinde, was ganz klar das Wirken Gottes ist! Es ist uns ein grosses Gebetsanliegen, dass Gott uns in der ganzen Arbeit führt und dass wir uns von ihm leiten lassen. Wir fragen ihn, wo wir unsere nächsten Missionseinsätze und Evangelisationen durchführen sollen und wo er die Menschen vorbereiten will für die freimachende Botschaft des Evangeliums. Gott hört diese Gebete und legt uns für die jeweiligen Gebiete eine Last aufs Herz. Er treibt uns ins Gebet für diese Menschen und öffnet zur richtigen Zeit die Türen. Immer wieder erleben wir, dass die Leute an diesen zum Teil entlegenen Orten sichtlich vom Heiligen Geist auf unser Kommen vorbereitet wurden und bereit sind, das Evangelium anzunehmen und Busse zu tun. Immer wieder staunen wir, wie sie dann auch bereit sind, mit der Finsternis zu brechen und mit ihren animistischen Praktiken ans Licht zu kommen. Schon mehrmals haben wir mit ehemaligen Medizinmännern und Zauberern zusammen ihre Gegenstände, die sie für finstere Praktiken benutzten, im Feuer verbrannt. Wenn wir Pastoren und Christen uns von der Macht der Finsternis beeindrucken lassen und uns vor ihr fürchten, kann Gott nicht gleich wirken; wenn wir uns aber auf den Sieg von Jesus Christus verlassen, den er am Kreuz errungen hat, so erleben wir Siege, die von Jesus gewirkt sind! Liebe Geschwister, wir brauchen eure Gebete!»

Bruder Jafet nimmt häufig junge Christen mit auf seine Reisen. Die Dörfer sind nur durch stundenlange Fussmärsche erreichbar. Öfters ist Jafet auch zu der ca. 3 Stunden entfernten Ölpalmplantage unterwegs. Gott hat sein Herz erfüllt mit viel Liebe für die Asiaten mit islamischem Hintergrund, die auf der Plantage arbeiten. Der asiatische Geschäftsführer und ein anderer Mitarbeiter haben sich bereits bekehrt, eine weitere Frau kommt regelmässig in den Gottesdienst.

Frauenkonferenz in Simbut (Munduku). In dieser Gegend wurden viele vom Güterkult Gedanken erfasst.

Ausblick
Darf ich dich zum Gebet aufrufen? Pastor Jafet hat Wamangu anfangs Jahr verlassen, da er in Wewak neue Aufgaben in der Gemeinde erhalten hat. Betet, dass die Arbeit nun mit dem neuen Teamleiter, Pastor Martin, gut weitergeht und dass auch Martin sich vom Heiligen Geist führen lässt und Gottes Wegleitung sucht für die Arbeit in diesem Gebiet.

Eria-Konferenz in Tinboli.