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Gemeindeleben | März 2019


Betet ohne Unterlass

Mir kommen oft Zweifel. Hört Gott tatsächlich auf Gebete oder ist das Gebet einfach ein Ritual, das mir mehr oder weniger gut tut?




Jeder zweite Amerikaner betet, dagegen nur jeder fünfte Deutsche. Würde man in einem islamischen Land nachfragen, so wären es gegen 100%. Im Islam ist das keine Frage, sondern schlicht Vorschrift, fünf Mal täglich das rituelle Gebet durchzuführen.
Als Ritual beten, nach vorgegebenen Regeln, formell und mit hohem Symbolgehalt. Nein, das ist nicht der Grund, dass ich bete. Es geht mir weder um Regeln noch um Symbolgehalt. Wenn ich bete, will ich Jesus, meinem Erretter, begegnen und ihm danken, dass er mich gelehrt hat, Gott als meinen Vater anzusprechen (Matthäus 6,9).

Wie lehrt uns denn Jesus zu beten? «Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe...» Aha! Nun weiss ich woher meine Zweifel kommen: Wie oft geht es im Gebet um mich, meinen Willen, meine Wünsche und mein Reich. Und da ich egoistisch bete, fehlen mir dann auch die Gebetserhörungen. Ich will von Jesus beten lernen. Ob wir sitzen, stehen oder knien, die Hände hochhalten oder sie falten. Ob alleine Jakob Hari oder in Gruppen, ob tags oder nachts – das sind nicht die Fragen, die wir zuerst beantworten müssen. Wichtig ist die Demut des Herzens, kindlich den allmächtigen Gott als Vater anzusprechen – ohne Unterlass. Ohne Unterlass meint, dass wir das Gebet nicht vernachlässigen, sondern unser Leben in einer Haltung des Gebets, in der Nähe und Beziehung zu Gott leben.

«Pray19» motiviert Christen in unserem Land, dass im ganzen Jahr 2019 Tag und Nacht jemand betet. Als GfC unterstützen wir dieses Anliegen. Daher haben wir Adelbodner uns mit Frutigen und Marchbach zusammengeschlossen und die Kalenderwoche 14 unter uns aufgeteilt. Dies soll mithelfen, dem Auftrag «ohne Unterlass» zu beten näherzukommen und damit auch unsere Gebetsstunden zu beleben.