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Gemeinde | Juni 2020


Aus der Leere in die Fülle

Als Kind hatte ich alles, was man sich wünschen kann: Spielsachen, Freunde, Eltern, die für mich da waren – aber irgendetwas fehlte mir. Auch später als Jugendlicher musste ich feststellen, dass trotz der äusseren Fülle an Hobbys, Freundin usw. eine innere Leere und Einsamkeit da war. Die Neugierde, ob da wohl mehr als «nur» die materielle Welt existiert, wurde immer grösser.




An meinem 18. Geburtstag lernte ich eine junge Frau kennen, deren Vater – ein gläubiger Mann – eine ganz besondere Ruhe und Gelassenheit ausstrahlte. Es war eine Ruhe, die mein Vater oder andere Männer in meinem Bekanntenkreis nicht kannten. Innerhalb weniger Wochen erkannte ich und war fest davon überzeugt, dass es einen Schöpfergott geben muss und er existiert. Aber ich hatte keine Verbindung zu und keine Gemeinschaft mit ihm. Meine innere Leere nahm zwar ab, doch eines fehlte mir: Ich hatte Jesus noch nicht als meinen Herrn und Befreier angenommen und meine Sünden noch nicht bekannt. So ging ich meinen Weg ohne Jesus weiter, verstrickte mich dabei in Esoterik, wöchentliche, exzessive Saufgelage und es gab berufliche Niederlagen, Ängste plagten mich usw.

Doch dann, als ich Ende 20 durch Predigten, die ich mir im Internet anhörte, Jesus als meinen Retter erkannte und annahm, war die Irrfahrt meines Lebens zu Ende. Mir wurde klar, dass ich alte Türen schliessen musste, um Neuem Raum zu geben. Ich brach den Kontakt zu meinem Freundeskreis ab, suchte vermehrt das Gebet und liess die Liebe Gottes in meinem Herzen wirken. Dabei wuchs auch die Sehnsucht nach Gemeinschaft mit gläubigen Menschen, und ich betete dafür. Wenige Wochen später fanden in Murrhardt die Zeltbibeltage statt. Das Zelt stand auf einer Grünfläche, an der ich auf meinem Weg zur Arbeit vorbeikam. Am ersten Zeltbibeltag lief ich ungefähr eine viertel Stunde nach Beginn der ersten Abendveranstaltung vorbei und schaute kurz hinein, hatte aber irgendwelche inneren Widerstände und ging weiter. Doch im nächsten Moment, als ich in Richtung Stadtmitte schaute, war dort ein riesiger Regenbogen über Murrhardt, ein Regenbogen als ein Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen. Mir wurde sofort klar, dass ich diese Veranstaltungen im Zelt besuchen sollte.

Ab dem ersten Tag im Zelt wurde mir klar: Dort gehöre ich hin! Seit ich nun die Gemeinde für Christus besuche, durfte mein Glaubensleben wirklich aufblühen. Jesus wirkt bei mir bei der Arbeit, in der Familie und in meinen zwischenmenschlichen Beziehungen. In allen Lebensbereichen darf ich Gottes Segen erleben und ich darf wahre Fülle im Leben erfahren.