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Gemeinde | Juni 2019


Mit Jesus Gemeinde bauen

Über 90 Älteste und Verkündiger der Gemeinde für Christus treffen sich anfangs April in Bern zu einer inspirierenden Tagung zum Thema Gemeindebau.



Gottes Werk pflegen
«Das Gemeindeleben ist ein Vorrecht!» Mit dieser Überzeugung bestätigt Walter Pfäffli als Moderator gleich zu Beginn der Tagung, dass sich jeder Einsatz in der Gemeinde lohnt. Denn schliesslich ist Gemeinde eine göttliche Idee. Das zeigt Beat Strässler in einer kurzen Bibelbetrachtung auf. Er beginnt beim Paradies und stellt fest, dass Gott sein Werk den Menschen zur Pflege überlässt. Das gilt auch für die Gemeinde. Jesus Christus legte den Grund und schenkt das richtige Baumaterial. Doch überträgt er Aufgaben und befähigt uns, mit göttlicher Kraft und Weisheit an seinem Werk mitzuarbeiten.

Ein einladendes Zuhause schaffen
Mit einem kreativ illustrierten Referat zeigt Simon Beer, wie Gemeinde praktisch gebaut wird. Es gibt keine Alleskönner, sondern Gottes Mitarbeiter sind im Team unterwegs, um gemeinsam den biblischen Weg zu gehen. Dabei kann es nötig sein, bestehende Strukturen umzubauen. Das wird illustriert anhand einer Zeichnung an der Tafel: Aus einer befestigten Burg entsteht in verschiedenen Schritten ein offenes Zuhause für die Gemeinde von Jesus, wo sich Menschen gerne treffen und Gottes Gegenwart erleben.

Gemeindebegleitung fördern
In einem weiteren Beitrag spricht Beat Strässler über die Erfahrungen mit der Gemeindebegleitung, die vor einigen Jahren eingeführt wurde. Die Gemeindeleitung beobachtet viele positive Entwicklungen und will das Modell weiter fördern: So haben etwa die lokalen Gemeinden einen Verkündiger als Ansprechperson für ihre Anliegen. Beziehungen werden tiefer gepflegt und der regelmässige Verkündigungsdienst des Gemeindebegleiters macht aufbauende Predigtserien möglich. Doch schätzen wir nach wie vor die Vielseitigkeit in der Verkündigung, die durch das Rotationssystem in unserem Gemeindeverband gewährleistet wird.

In unserer menschlichen Begrenztheit können wir nie ideale Bedingungen für den Gemeindebau schaffen. Doch schenkt der Heilige Geist die nötige Hilfe und Korrektur, um der Gemeinde nach dem Vorbild von Jesus zu dienen.

Erfahrungen austauschen und Impulse aufnehmen
In der Mittagspause erleben wir ganz praktisch, wie vielseitig in der Gemeinde gedient wird: Ein aufgestelltes Team serviert ein feines Essen, das mit grossem Einsatz vorbereitet wurde. Dann vertiefen wir in Workshops verschiedene Aspekte der Gemeindearbeit. Durch den regen Austausch bekommen wir wertvolle Impulse für unsere Aufgaben. Dazu einige Merksätze:

 Matthias Käser:
«In einer Kleingemeinde kann Gemeinde in einem familiären Umfeld erlebt werden.»

 Peter Senn:
«Als ehrenamtlicher Verkündiger erlebe ich immer wieder, wie Gott mir ein inneres Feuer schenkt durch neue Erkenntnisse aus der Bibel oder Erlebnisse mit Gott.»

 Ruedi Meier:
«In meinem Umfeld in der Gesellschaft will ich mehr in Beziehungen investieren und ein authentisches Leben führen.»

 Manfred Plüss:
«Konkrete Ziele für unsere Gemeindearbeit können wir umsetzen, indem wir vertrauensvoll beten, geduldig hoffen und Jesus durch den Heiligen Geist wirken lassen.»

 Verschiedene Teilnehmer:
«In unserem Dienst als Älteste macht es uns besonders Freude, wenn:

  • wir mit allen Generationen gemeinsam unterwegs sein können,
  • verschiedene Leute Aufgaben übernehmen und sich einbringen,
  • wir Gebetserhörungen erleben.»

Zum Schluss des Anlasses wird uns ein Buch von Dietrich Schindler als Inspiration und Hilfe für unseren Dienst empfohlen. Der Titel fasst treffend zusammen, was unser Anliegen und unsere Motivation bleibt: «Das Jesus-Modell: Gemeinden gründen wie Jesus».