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Gemeinde | Februar 2021


Unzufriedenheit

In dieser ersten Folge über Sünden, die wir nicht immer ernst nehmen, rücken wir die Unzufriedenheit in den Fokus. Unzufrieden zu sein erscheint uns vielleicht banal und kaum der Rede wert, doch das Wort Gottes will uns da korrigieren.



Tolerierte Sünden – Folge 1
Sünde ist nicht akzeptierbar, Punkt. Und doch, wenn wir ehrlich sind, müssen wir eingestehen, dass wir nicht alle Sünden gleichermassen verabscheuen. Wir empören uns über Abtreibung, aber zucken die Schulter bei Ungeduld, Undankbarkeit oder Stolz. Warum eigentlich? Der Wille Gottes zur Heiligung betrifft nämlich auch diese Sünden. Wir wollen uns in einer Serie mit diesem Phänomen beschäftigen und biblische Antworten suchen.

Diese Serie lehnt sich an das Buch von Jerry Bridges (2017): Respectable Sins.

Was die Bibel über Unzufriedenheit sagt
Am eindrücklichsten wird uns die Sünde der Unzufriedenheit beim Volk Gottes in der Wüste vor Augen geführt: Von Gott wunderbar befreit und versorgt, murren sie und sind konstant unzufrieden mit dem, was Gott ihnen geschenkt hat. Im Neuen Testament werden wir als Christen aufgefordert, zufrieden und dankbar zu sein, wenn unsere Grundbedürfnisse abgedeckt sind. Wir sollen uns nicht gegenseitig beneiden und der Bitterkeit keinen Raum geben.

Was Unzufriedenheit anrichtet
Unzufriedenheit schleicht sich gerne in unsere Herzen, wenn wir mit unerwünschten Umständen konfrontiert sind, die wir selber nicht ändern können. Der Grund mag manchmal berechtigt und verständlich sein, doch führt Unzufriedenheit uns schnell zu weiteren Sünden wie Groll und Bitterkeit. Warum sollten wir Unzufriedenheit nicht hinnehmen? Weil wir damit sagen, dass Christus nicht genug ist. Weil wir unausgesprochen Gott vorwerfen, er habe uns nicht gut geführt, und weil sich die Unzufriedenheit auf meinen Nächsten überträgt und ihn nicht erbaut.

Wie wir mit Unzufriedenheit umgehen sollen
Wir dürfen enttäuscht sein, wir müssen niemandem eine heile Welt vorspielen. Bringen wir unsere Unzufriedenheit im Gebet zu Gott. Heiligung kann in einer solchen Situation bedeuten, dass wir trotz der unerwünschten Umstände Gottes Ehre suchen: Gibt es trotzdem Dinge, für die ich dankbar sein kann? Wie kann trotzdem etwas Gutes daraus wachsen, wie kann ich meinem Nächsten eine Hilfe sein? Da wo wir uns nicht der Unzufriedenheit hingeben, werden wir erfahren, was die Bibel verheisst: «Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht» (Philipper 4,13).