Loading...

Gemeinde | Februar 2021


Mit Gott im Job – auch in der Krise

Anfangs März 2020 trafen wir uns zum ersten «Mit-Gott-im-Job»-Wochenende. Wir liessen uns zum «Umdenken am Arbeitsplatz» herausfordern und löcherten erfahrene Geschäftsleute mit unseren Fragen. In entspannter Atmosphäre bei gutem Essen liessen wir uns im gegenseitigen Austausch inspirieren und ermutigen. Gestärkt, motiviert und voller Tatendrang ging's wieder in den Arbeitsalltag zurück.




Und dann kam Corona. Innert weniger Tage wurde unser Alltag auf den Kopf und wir alle vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt. Dass «Mit-Gott-im-Job» gerade auch in der Krise topaktuell ist, zeigen die folgenden Aussagen von Wochenend-Teilnehmern:

Walter Zürcher, Geschäftsführer, Sonceboz BE:
«In den letzten Monaten habe ich oft zu Gott gesagt: «Herr, dieses Unternehmen gehört dir. Du trägst die Verantwortung. Brauche mich, damit meine Mitarbeiter deine Liebe erfahren können.» Nach mehreren, zum Teil auch schwierigen, durch Corona geprägten Monaten staune ich, wie Gott zu seinem Werk steht.»

Joel Büschlen, Unternehmer, Oberdiessbach BE:
«Einer der Grundwerte unseres Unternehmens ist «Wir bauen auf Vertrauen». Die Corona-Krise bietet uns sehr viele Möglichkeiten, unser Vertrauen auf Gott zu setzen. Unsere Erfahrung: Es lohnt sich, auf Gott ist Verlass! Unsere Beziehung zu Gott, aber auch innerhalb des Teams und zu unseren Kunden wurden gerade auch in dieser Krisenzeit gestärkt.»

Damaris Schmidt, gesundheits­politische Referentin, Berlin:
«In Berlin haben junge berufstätige Christen aus der Corona-Not eine Tugend gemacht: Unter dem Motto «ora et labora» (bete und arbeite) treffen sie sich zweimal pro Monat zum «gemeinsamen Home-Office-Tag». Neben dem individuellen Arbeiten ist Zeit für gemeinsame Ausrichtung auf Gott und viel Gebet; u.a. auch für die Regierung, die direkt in der Nachbarschaft wichtige Entscheidungen treffen muss. Diese bewusste Ausrichtung auf Gott und das Vernetzen untereinander tut in dieser herausfordernden Corona-­Zeit besonders gut und ist sowohl geistlich wie auch seelisch ein Segen.»

Während ich diesen Text schreibe, wird fast täglich beratschlagt, welche Massnahmen im Kampf gegen Corona angezeigt sind. Auch der Ausblick ins neue Jahr ist ob der vielen Unsicherheiten getrübt. Trotzdem oder gerade deswegen planen wir unser nächstes Impulswochenende ganz normal durchzuführen. Vom 5. bis 7. März 2021 treffen wir uns zu spannenden Erlebnissen aus dem Geschäftsalltag, herausfordernden Inputs und Inspiration von Profis sowie viel Zeit zum Netzwerken und gegenseitiger Ermutigung. Bist du dabei? Wir freuen uns auf dich. 

Interview
mit Jonas und Hans Wanzenried, Unternehmer in Gstaad 

Was bedeutet «Wahrheit» im Geschäftsalltag?
Das Ziel jeder Geschäftstätigkeit muss ein gegenseitiger Mehrwert sein. Der Mehrwert für Kunde und Anbieter wird nur mit Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Transparenz, Vertrauen oder eben «Wahrheit» erreicht. Dieser Mehrwert schafft die Basis für lang andauernde Beziehungen.

Es kann sein, dass eine Partei den Fokus nur auf einen Aspekt (z.B. Qualität, Preis, Beziehung, usw.) setzt. Dann reduziert sich die andere Partei auf dieselben Aspekte. Der Weg der Ehrlichkeit wird dabei aber nicht verlassen. Entdeckte Unaufrichtigkeit, Unehrlichkeit oder Lüge in einer Geschäftsbeziehung stören oder zerstören diese nachhaltig.

Hat sich der Umgang mit der «Wahrheit» im Laufe der Zeit verändert?
Nein, es hat immer zwei Wege gegeben: den redlichen und den unredlichen; es hat auch immer Leute gegeben, die mit Tricks oder Lügen eigene Ziele schneller erreichen wollten.

Wie geht ihr mit Lügen um?
Im eigenen Betrieb mit Vorbild und Verhaltenskodex, bei Partnern je nach Situation nach dem Sprichwort: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, selbst wenn …