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Mission | Februar 2021


Die Gemeinde lebt!

Unsere Gemeinde Săliște-Amnaș in Rumänien ist nicht gross und die Bedingungen während der Corona-Pandemie sind schwierig. Doch die Gemeinde lebt! Ein paar dieser Lebenszeichen gibt es in diesem Bericht zu entdecken.


Bibelarbeit


Was ist eigentlich Gemeinde?
In einer Arbeitsgruppe von Verkündigern haben wir uns ausführlich mit dieser Frage beschäftigt. Wer gehört zur Gemeinde? Was macht das Gemeindeleben aus? Wie wird Gemeinde geführt, wer trägt die Verantwortung? Was ist der Auftrag der Gemeinde? Dabei suchten wir als erstes Antworten in der Bibel. Danach schauten wir aber auch um uns herum, wie es verschiedene Gemeindeverbände und Kirchen in Rumänien und weltweit handhaben. Aus diesen Ergebnissen entstand dann ein einfach verständlicher Leitfaden für das Gemeindeleben, für alle Gemeindebesucher und auch für alle, die sich für unsere Gemeinde interessieren.

Bibelstunden mit erfreulicher Wirkung
An drei aufeinanderfolgenden Abenden wurden die wichtigsten Erkenntnisse aus der Arbeitsgruppe mit Bibelarbeiten in die Gemeinde getragen. Die lockere Form an Kleingruppentischen, das separate Kinderprogramm und der Abschluss bei Tee und Kuchen liessen die Anlässe zu einem sichtbaren Erfolg werden. In der Folge kamen auch am Sonntag neue Besucher in die Gemeinde, sodass wir auch mit Kinderprogrammen während dem Sonntagsgottesdienst anfingen.

Und dann kam Corona …
Die erfreuliche Dynamik in der Gemeinde wurde durch den totalen Lockdown jäh beendet. In der ersten Zeit erstellten wir Onlinepredigten und kommunizierten über die sozialen Medien. Nach der ersten Öffnung konnten wir uns wieder draussen oder im Zelt treffen. Es war so schön einander wieder zu sehen. Noch nie wurde uns der Wert der Gemeinschaft so bewusst wie jetzt! Doch es zeigte sich schnell: Die Zeit im Lockdown hat der Gemeinde nicht gutgetan. Die geistliche Versorgung ohne die gewohnte Gemeinschaft kam bei vielen zu kurz. Auf der anderen Seite wurden wir ermutigt durch treue und verlässliche Unterstützer in der Gemeinde.

Eine Taufe zwischen dem Regen
Es war für die ganze Gemeinde ein grosses Highlight, als im Sommer, trotz aller Corona-Unsicherheit, eine Taufe stattfinden konnte. Sie wurde in einem Zelt im Hof des Gemeindehauses in Amnaș durchgeführt. Gott schenkte seinen Segen auf besondere Weise: Bis zehn Minuten vor dem Anlass regnete es. Dann hörte der Regen für den Taufgottesdienst auf und begann wieder, als der Anlass beendet war. Es kamen viele ungläubige Angehörige, so dass der Anlass zu einer eindrücklichen Evangelisation wurde.

links: Gottesdienst im Hof | rechts: Taufe im Zelt

Unser tägliches Brot gib uns heute
Langsam haben wir uns an die Corona-­Massnahmen und die ständige Unsicherheit gewöhnt. Das Gemeindeleben mit den verschiedenen Anlässen und Besuchen geht weiter und auch das Kinderprogramm am Sonntag findet wieder statt. Wir lernen aufs Neue, was es heisst, in einer nahen Abhängigkeit von Gott zu leben. Plötzlich muss die Gemeinde wieder vorübergehend geschlossen werden, weil wir erkrankt sind, oder die Massnahmen werden wieder verschärft und wir bangen darum, uns weiter versammeln zu können. «Unser tägliches Brot gib uns heute» – das ist ein Motto geworden, das uns voll Vertrauen einen Tag nach dem anderen leben lässt.

Viel Grund zum Danken
Es war ein schlichteres Fest als andere Jahre. Doch wir liessen es uns nicht nehmen, auch in diesem Jahr im Herbst ein «Erntedankfest» oder ein «Fest der Dankbarkeit», wie es hier auch genannt wird, durchzuführen. Es wurde zu einem ermutigenden Tag. Es war ein Dank für das Opfer am Kreuz, die Auferstehung und die Ausgiessung des Heiligen Geistes, welcher der Gemeinde bis heute das Leben gibt. Wir dankten für unsere Gemeinde, für allen empfangenen Segen in diesem Jahr. Wie jedes Jahr dankten wir besonders auch den Brüdern, die sich in der Verkündigung einsetzen. Auch für unsere Familien, für alle geernteten Früchte und für Gottes treues Versorgen brachten wir Gott unseren Dank. Mit Liedern, Gebeten, Bibelversen, kurzen Inputs und Musik­stücken ergab sich ein bunter Strauss der Vielfalt, die Gott gerade in unsere Gemeinde gelegt hat. Die Gemeinde lebt, weil Jesus lebt! Und weil er lebt, gehen wir erwartungsvoll in die Zukunft.