Loading...

Mission | Dezember 2019 / Januar 2020


Wendepunkt Papua-Neuguinea

Bevor ich für einen Kurzzeiteinsatz nach PNG reiste, wusste ich wenig vom Land und der Arbeit hier. Ich wollte mir selbst, vorurteilsfrei, ein Bild machen. Ganz unerwartet habe ich dann mit Gott einen persönlichen Wendepunkt erlebt.


Sonnenuntergang am Kassam-Top


Persönliches Glaubensleben
In meinen ersten Wochen erlebte ich vieles positiv. Ich wurde herzlich im Team aufgenommen und fühlte mich auch von Anfang an wohl. Während der Missionsfreizeit erzählte mir ein Gastredner, aus seiner Erfahrung müsse sich der persönliche Glaube hier in PNG verändern: Entweder wachse er oder man mache einen Schritt zurück. Unwillkürlich musste ich mich der Frage stellen, wie es mit meinem eigenen Glaubensleben stand. Ich dachte immer, dass der Glaube automatisch wachsen müsse, durch die tägliche Beziehung zu Gott im Bibellesen, Gebet, usw. Im Nachhinein aber erkenne ich, dass es bei mir dennoch zu einer Stagnation gekommen war.

Ein Wendepunkt
Durch eine für mich angespannte Arbeitssituation liess Gott bei mir «Schlacke», also das, was meine Beziehung zu Gott trübte, an die Oberfläche kommen. Er zeigte mir meinen eigenen Stolz und Hochmut, die meine Gedanken regierten.
Zuerst war ich versucht, diese Missstände zu ignorieren, und hoffte sogar, dass sich diese von selbst auflösen. Nach einem Telefonat mit einem Freund und einem ermahnenden Wort von ihm durfte ich jedoch einen Perspektivenwechsel in meinem Denken erleben. Ich konnte mich mit meinen Gedanken und Gefühlen wieder Gott zuwenden und ihm all das anvertrauen, was in mir vorging. Dadurch war nicht alles gleich erledigt, ich durfte aber ganz neu die Gnade und Vergebung von Jesus erleben und seinen Tod am Kreuz für mich in Anspruch nehmen.

Resümee
In meiner Zeit hier erlebte ich PNG als reinigenden Schmelztiegel Gottes. Es liegt an mir, ob ich Verunreinigungen ignoriere und hoffe, dass sie wieder unter der Oberfläche verschwinden, oder ob ich ehrlich zu mir selbst und gegenüber Gott bin. Darf er Sünden nicht nur zu Tage bringen, sondern sie auch ganz wegnehmen, damit ich geistlich wachsen kann?