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Mission | April 2024


Die unsichtbaren Fäden des Alltags

Wieder einmal haben wir Besuch aus der Schweiz. Zusammen wird gelacht, ausgetauscht und auch gekocht. Die Mithilfe in der Küche ist sehr willkommen. Beim Griff nach dem Schrank unter dem Waschbecken muss ich schmunzeln. Die erstaunte Frage des Besuchers: «Wo ist denn bei euch der Mülleimer?» Diese Frage höre ich nicht zum ersten Mal von Schweizern. In der Schweiz befindet sich der Abfalleimer im Normalfall unter dem Abwaschbecken. In Bolivien ist das hingegen eher selten. Die Selbstverständlichkeit, mit der ein solcher Handgriff getan wird, zeugt von etwas …




Wir alle kennen sie. Es gibt Gute und Schlechte. Sie helfen uns, uns «zuhause» zu fühlen. Einige haben sich einfach so eingeschlichen, andere haben wir ganz zielgerichtet aus einer Routine entwickelt. Unser Alltag ist voll von ihnen. Gewohnheiten.

Was es auch sein mag bei dir – Gewohnheiten sind Teil unseres Lebens. Und auch wenn man vielleicht das Gefühl hat: sie sind nicht in Stein gemeisselt. Es besteht die Chance, schlechte abzulegen und sich gute anzueignen.

Lesegewohnheit
Immer wieder stellen wir fest: In der lateinamerikanischen Kultur ist das Lesen keine weit verbreitete Gewohnheit. Und dies, obwohl das Lesen durchaus eine sehr positive Gewohnheit wäre. Unter anderem fördert es kognitive Fähigkeiten, erweitert unser Wissen, stärkt unser Verständnis für andere Ansichten und begünstigt eine gute Kommunikationsfähigkeit.

Wir Christen haben sogar noch einige Bonusgründe. Beispielsweise hilft uns das Bücherlesen, das Buch der Bücher besser lesen und verstehen zu können!

Bücher von Glaubenshelden früherer Epochen geben uns nicht zuletzt Einblicke, wie sie die Bibel auslegten und auslebten. 1675 schrieb Isaac Newton in einem Brief an Robert Hooke, der ebenfalls Wissenschaftler war: «Wenn ich weiter sehen konnte, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Giganten stehe.» Was nichts kostet, ist nichts wert. Ein Buch zu lesen, braucht Zeit, Geduld und Energie. Doch genau dadurch kann es uns Christen anregen, in der Tiefe zu forschen.

Zeitschriften, so weit das Auge reicht
Genau deshalb sind wir nach wie vor von der Notwendigkeit guter spanischer Literatur überzeugt. Mit unserer Arbeit wollen wir zur Förderung guter (Lese-)Gewohnheiten beitragen. Wer wenig liest, hat oft einen kleineren Wortschatz und ein schlechteres Auffassungsvermögen. Dies wiederum führt dazu, dass die Bibel zwar gelesen, aber nur schlecht, gar nicht oder sogar falsch verstanden wird.

Marktlücke
Mit unserer Literatur füllen wir somit bewusst eine oft übersehene Marktlücke. Es gibt zwar ein grosses Angebot an gedruckten Büchern und ein noch viel Grösseres an digitalen Inhalten. Oft sind diese jedoch für Lese-Ungewohnte etwas kompliziert geschrieben und das Ablenkungspotenzial ist gross.

Wir produzieren kurze, einfach verständliche gedruckte Zeitschriften. Auch Babys lernen mit kleinen Häppchen Essen und beginnen nicht gleich mit dem Steak. Kurze Abschnitte, leicht verständliche Sprache, Illustrationen aus dem Leben, Beispiele. All dies hilft, unsere Fähigkeit des Lesens und Verstehens zu trainieren. Kleine, leichtverdauliche Häppchen führen schrittweise zu einer guten Lesegewohnheit.

Wertsteigerung – Mission Impossible!?
Im Bereich des Vertriebs und Marketings stehe ich wegen der fehlenden Lesekultur oft vor einer grossen Herausforderung. Ich möchte, dass die Leute mehr lesen und dass sie einen grösseren Wert in unseren Zeitschriften sehen. Doch wenn jemand keine Lesegewohnheit hat, sieht er in unserem Material nun mal keinen grossen Wert. Schön aussehende, farbige Zeitschriften zu versenden ist nicht unser primäres Ziel. Unser Wunsch ist Veränderung. Veränderung durch Gottes Wort in den Herzen der Leser, in ihren Familien und schlussendlich in der ganzen Gesellschaft.

Nur der Heilige Geist kann biblische Wahrheiten offenbaren und Leben nachhaltig verändern. Als Team beten wir dafür, dass er unsere Publikationen dazu gebraucht. Hilfst du mit?