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Mission | April 2022


Wenn das wertvolle neue Leben die Brust verweigert

Für die meisten Frauen, die in Bimbilla gebären, ist Stillen nicht nur wichtig, sondern lebensnotwendig für das Baby.


Latifa mit Mohamed im Gesundheitsprogramm


Im Gesundheitsprogramm
Verzweifelt kam Latifa zu uns. Sie wusste nicht, was sie noch tun könnte. Ihr kleiner Junge verweigerte die Brust und ihr fehlten die finanziellen Mittel, um Muttermilchersatz zu kaufen.  

Als wir den kleinen Körper in unseren Händen hielten, fragten wir uns, wie lange er schon nichts mehr zu sich genommen hatte. Latifa hat zuhause keine Unterstützung. Ihre Familie wohnt nicht hier, und ihr Mann hat von «Frauenthemen» keine Ahnung. Mohammed, ihr erstes Kind, wurde am 18. Juni 2021 mit 2.4kg geboren. Als die junge Mutter im August das erste Mal zu uns kam, war Mohammed trotz seinem Alter von 3 Monaten erst 3.5kg schwer und verweigerte die Brust.

Vorbereitung
Unser Brei ist erst für Kinder ab 6 Monaten geeignet. Idealerweise werden sie bis dahin voll gestillt. Wir unterstützten Latifa dabei, Milchpulver zu kaufen und zeigten ihr, wie man Schoppen korrekt zubereitet und die Flasche sauber hält. Als dies nur teilweise Erfolg zeigte, kam uns die Idee, zusätzlich therapeutische Milch (nach WHO Standard)

Zu Hause bei Latifa
Sara besuchte die Mutter in ihrem bescheidenen Zuhause. Solche Besuche werden geschätzt und vertiefen das Vertrauen.

Auf der Strasse 
Wenn wir mit dem Fahrrad unterwegs sind, kommt es oft vor, dass jemand unseren Namen ruft. Erfreut sahen wir Mohammeds Mutter mit einem riesigen Lächeln auf dem Gesicht. An einer traditionellen Feier kam sie uns entgegen. Latifa freute sich, wenn wir ein Foto von ihr und ihrem Sohn machten und fragte immer wieder danach.

Dankbare Mutter 
Wir durften Fortschritte sehen bei Mohammed! Vorbildlich brachte ihn die Mutter jede Woche zum Wägen. Nach unseren Ferien brachte Latifa uns Yam. Das ist ein Zeichen der Wertschätzung und des Dankes. Es zeigt uns, dass sie unsere Hilfe schätzt und nicht als selbstverständlich ansieht. Wir sind dankbar, dass wir diese Beziehung pflegen und damit Gottes Liebe weitergeben können, trotz Sprachbarriere. Gottes Liebe braucht keine Wörter. Sie bezeugen zu dürfen, ist ein Privileg.