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Gemeinde | April 2022


Reflexionen über die Zeit von Mitte Februar 2022

Fast zwei Jahre waren wir wechselnden Einschränkungen unterworfen … Und von einem Tag auf den andern wurden fast alle Massnahmen aufgehoben. Was haben die zwei Jahre mit dir, was haben sie mit uns als Gemeinde gemacht? Sind wir resilienter geworden?




Vielleicht gehörst du zu jenen, die über die ganze Zeit fit sein durften und du konntest ungehindert an den Gemeindeanlässen teilnehmen. Dank Gott dafür! Und denk daran, dass Freunde von dir die Zeit anders erlebt haben. Jetzt, in einer Zeit des Wiedereinstiegs, brauchen sie dein weites Herz und strahlendes Gesicht.

Vielleicht gehörst du zu jenen, die zurückhaltend am öffentlichen Leben teilgenommen haben. Das ist o.k. Du hattest deine Gründe und die brauchst du niemandem zu erklären! Die Gemeinde lebt von physisch erlebter Gemeinschaft. Du bist Teil davon, du brauchst die Gemeinde und die Gemeinde braucht dich! Warte nicht zu! Überwinde Hemmungen und Bedenken. Überwinde die hundert Gründe, die dir in den Sinn kommen, mit dem nächsten Besuch der Gemeinde noch zuzuwarten. Du wirst Freunde finden, die sich auf dich freuen!

Was, wenn über den vielen Fragen und den unzählbaren, zum Teil gegensätzlichen Antworten dazu, Distanz entstanden ist? Was, wenn allenfalls sogar Differenzen entstanden sind? Bitte Gott um einen Moment von Herzensbegegnung. Wage den Schritt auf den Nächsten zu. Sag ihm: «Es tut mir leid.» Stell dir die Freude vor, wenn du in der Gemeinde über einem bereinigten Verhältnis das nächste Mal das Brot brechen und den Wein mit deinem Bruder oder deiner Schwester teilen kannst … Versöhnung lohnt sich!

Es haben sich Mitte Februar – als noch nicht absehbar war, wann Einschränkungen aufgehoben werden – liebe Menschen spontan an einer repräsentativen Umfrage beteiligt. Hier eine Auswahl der Antworten auf nachfolgende Frage: Was scheint dir wichtig für den «Neustart» des Gemeindelebens nach der Zeit der Einschränkungen?

Lifi 43, Ehepaar frisch von der Leber
Dass wir wieder zu einer Normalität zurückfinden, wo wir den Nächsten nicht als Virusträger sehen, sondern als Heiligen und Geliebten, als meinen Bruder/meine Schwester.

Tali, 20
Das Gute dieser Zeit nicht vergessen und weiterwachsen lassen: z.B. neugewonnener Zusammenhalt, Kreativität, Gaben die entdeckt wurden, Fundament weiter festigen, nicht wieder "einschlafen".

David, 45
Ich sag’s mit einem Zitat: «Das Ziel des Evangeliums ist weniger, dass wir nach unserem Tod ins Himmelreich kommen, sondern eher, wie wir vor unserem Tod im Himmelreich leben“ (Dallas Willard)

Rahel, 26
Die positiven Aspekte aus der vergangenen Zeit beibehalten: es kommt auf die echte Verbundenheit miteinander an.

Renate, 60
Von Herzen hoffe und bete ich, dass Gräben der Meinungsverschiedenheiten durch das Band der Liebe zugeschüttet werden. Wir gehören zusammen zu EINEM Leib, Jesus Christus ist unser Haupt.

Peter, 84
Wichtig ist die Entschlossenheit, wieder herzustellen und neu aufzubauen, was durch die Krisenzeit in der Gemeinde zu kurz gekommen ist oder verloren ging.

Philemon, 40 mit Kindern um den Familientisch
Eine Willkommensinitiative, die es auch jenen einfach macht, wieder zu kommen, die nun über zwei Jahre kaum mehr dabei waren, ohne sich rechtfertigen zu müssen.

Yanis, 16
Dass man versucht, dort weiterzumachen, wo man aufgehört hatte und nicht versucht, jetzt alles anders zu machen.

Arnold, «Einer vom alten Schlag», 91
… Die Gemeinschaft mit den Geschwistern habe ich vermisst ... Ich habe mich öfters gefragt, ob wir diese Zeit erleben mussten, damit wir unsere Anlässe wieder mehr besuchen und schätzen.

Elisabeth, 86

Es scheint mir wichtig, dass uns ein Geist der Busse über Versagen während der Pandemie aber auch der Dankbarkeit für Gottes Hilfe erfassen kann.

David, 30
Ich bin dankbar, dass die Gemeinde mit Corona gar nie aufgehört hat zu existieren! Ich wünsche mir, dass … Wunden, die aufgerissen wurden, heilen können!

Matthias, 52
Neugewonnene Erkenntnis, Ideen und Möglichkeiten dürfen nicht vergessen gehen. Ich erhoffe mir fest, dass der Restart ein verbindender Neuanfang ist.

Lili, 41
Wenn Corona uns in der Gemeinde nicht entzweien konnte (wow, hat es tatsächlich nicht!), lassen wir uns auch nicht von anderem auseinanderbringen. Jesus befähigt, trotz Differenzen zusammenzuhalten und an diesen sogar gemeinsam zu wachsen.

Benu & Steffi, 39 & 36
Mutig vorausblicken und nicht Verpasstem nachtrauern.

Ewald, 58
Dankbarkeit … Das Gelernte weiter tun, wie … den Schwachen tragen. Bewusster als Teil einer wartenden, betenden und segnenden Gemeinde leben.

Christine, 46
Aufeinander Achthaben; Kontakt suchen zu Personen, die Mühe haben, sich wieder ins Gemeindeleben zu integrieren.