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Gemeinde | April 2021


Ungeduld

Dies ist die dritte Folge über Sünden, die wir manchmal ignorieren und die uns «tolerierbar» scheinen. Im Fokus steht dieses Mal die Ungeduld gegenüber unseren Mitmenschen. Eine Sünde, die uns auf den ersten Blick harmlos erscheint, aber viel Schaden anrichtet.



Tolerierte Sünden – Folge 3
Sünde ist nicht akzeptierbar, Punkt. Und doch, wenn wir ehrlich sind, müssen wir eingestehen, dass wir nicht alle Sünden gleichermassen verabscheuen. Wir empören uns über Abtreibung, aber zucken die Schulter bei Ungeduld, Undankbarkeit oder Stolz. Warum eigentlich? Der Wille Gottes zur Heiligung betrifft nämlich auch diese Sünden. Wir wollen uns in einer Serie mit diesem Phänomen beschäftigen und biblische Antworten suchen.

Diese Serie lehnt sich an das Buch von Jerry Bridges (2017): Respectable Sins.

Was die Bibel über Ungeduld sagt
Das Problem der Ungeduld wird in der Bibel vor allem daran deutlich, dass wir oft ermahnt werden, geduldig zu sein. Die Liebe Gottes, die in unsere Herzen ausgegossen ist, ist geduldig. Die Geduld ist eine Frucht des Geistes, und wo wir ungeduldig sind, handeln wir nach dem Fleisch und nicht nach dem Geist.

Was Ungeduld anrichtet
Unsere Ungeduld äussert sich da, wo wir mit Verärgerung auf die Fehler von anderen reagieren. Oft drückt sich unsere Ungeduld aus in Worten, die die Person demütigen, mit der wir ungeduldig sind. Besonders in der Familie und in der Gemeinde wird das Miteinander gestört, wenn unsere Ungeduld in solche Worte mündet.

Wie wir mit Ungeduld umgehen sollen
Wenn wir selber ungeduldig sind und unserem Ärger mit unschönen Worten Luft verschaffen, ist es nötig, diesen Menschen um Vergebung zu bitten. Wir müssen Jesus bitten, uns Geduld für diesen Menschen zu schenken. Wenn andere mit uns ständig ungeduldig sind, so können wir sie in einem geeigneten Moment darauf ansprechen. Das hilft aber nicht immer, und so müssen wir manchmal lernen, was Jesus uns vorgemacht hat: «der, als er geschmäht wurde, die Schmähung nicht erwiderte, nicht drohte, als er litt, es aber dem anheimstellte, der gerecht richtet» (1. Petrus 2,23).